Wie die SBB Kunden und Güter transportiert und dabei das Klima schützt

Der Zug ist das klimafreundlichste Verkehrsmittel neben dem Langsamverkehr – also zum Beispiel dem zu Fuss gehen, Velo- oder Rollschuhfahren. Wussten Sie das? Damit das so bleibt, hat die SBB nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg im Auge, sondern stets auch die Umwelt.

    Als nachhaltiges Unternehmen engagiert sich die SBB für den Klimaschutz. Bis im Jahr 2025 will sie die CO2-Emissionen gegenüber dem Jahr 1990 halbieren. Wie das geht? Mit vielen kleinen und grossen Massnahmen. Vier Beispiele:

    Erneuerbarer Strom, selber gemacht!

    Ein Grossteil des Bahnstroms – rund 90 Prozent – stammt aus den SBB eigenen Wasserkraftwerken. Für die SBB noch nicht genug:

    Bis 2025 will die SBB den Bahnstrom, der übrigens ein besonderer Saft mit eigener Frequenz ist (16.7 Hertz-Strom), zu 100 Prozent  aus erneuerbaren Quellen beziehen. Beim sogenannte Haushaltsstrom (50 Hertz-Strom) soll es bereits im Jahr 2019 soweit sein. Die SBB leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

    Verstehen Sie bei Bahnstrom und Haushaltsstrom nur Bahnhof? Dann finden Sie hier weitere Informationen.

    Das Ding mit der grünen Welle

    Bis im Jahr 2025 will die SBB 20 Prozent des prognostizierten Jahresenergieverbrauchs sparen. Das sind insgesamt 600 Gigawattstunden, die dem jährlichen Stromkonsum aller 150 000 Tessiner Haushalte entsprechen. Um dieses ambitionierte Energiesparziel zu erreichen, nutzt die SBB das Sparpotenzial aller Unternehmensbereiche. Einen wesentlichen Beitrag leistet zum Beispiel die «Adaptive Lenkung», auch Grüne Welle genannt. Das System liefert Fahrempfehlungen an die Lokführer, damit diese ungeplante Stopps vor Haltesignalen vermeiden können. Die Züge fahren flüssiger, energieeffizienter und materialschonender. Dank der «Adaptiven Lenkung» spart die SBB pro Jahr 72 Gigawattstunden Strom und damit Energiekosten von rund 6 Mio. Schweizer Franken. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch aller Haushalte der Stadt Freiburg, die rund 38 000 Einwohner zählt.

      «Just-in-Time»-Heizung

      Dank einer zusätzlichen Programmierung in der Zentrale und der Steuerung der Wagen sind die Heizungen neu an den Tagesfahrplan gekoppelt. Dadurch weiss eine bestimmte Zugskomposition, wann ihr nächster Einsatz ist. Sie heizt zur gewünschten Zeit von alleine auf. Die SBB spart so jährlich fünf Gigawattstunden Strom – ohne dass es die Kundinnen und Kunden spüren.

      Elektrischer Strom spielt bei der SBB eine wichtige Rolle. Ohne Strom fahren keine Züge und die Bahnhöfe bleiben dunkel. Weitere Informationen zur Stromversorgung finden Sie hier.

       

      Holz statt Öl

      Die SBB will auf fossile Heizungen verzichten. Wenn immer technisch und wirtschaftlich möglich, werden erneuerbare Energien für die Heizung der Gebäude eingesetzt. Zum Beispiel CO2-neutrale Pellets aus Holzabfällen schweizerischer Sägewerke. Seit 2015 wurden so schweizweit bei über 20 Anlagen rund 220 000 Liter Heizöl durch Holzpellets ersetzt.

      Übrigens: Eine Zugfahrt in der Schweiz ist rund vier Mal energieeffizienter und verursacht 20-mal weniger CO2 als eine Autofahrt auf einer vergleichbaren Strecke. Fahren Sie mit dem Zug, leisten also auch Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz finden Sie hier.